Museum Arbeitswelt
Das Museum Arbeitswelt Steyr wurde im Jahre 1987 im Zuge der Landesausstellung
"Arbeit-Mensch-Maschine" gegründet. Als erstes Arbeitsmuseum in Österreich,
untergebracht in zwei denkmalgeschützten Fabriksgebäuden aus dem 19. Jahrhundert,
hat es sich seit seinem Bestehen zu einem international renommierten Ausstellungs-
und Kulturzentrum entwickelt.
Inspiriert von der Grabe-wo-du-stehst-Bewegung, war es von Beginn an ein erklärtes
Ziel des Hauses Arbeit nicht zu musealisieren, sondern flexibel und am Puls der
Zeit Ausstellungen zu präsentieren, die den Menschen und die Gestaltbarkeit seiner
Umwelt im Mittelpunkt haben. Zu einem Markenzeichen des Hauses wurden zudem
Ausstellungen zur österreichischen Zeitgeschichte. Vor diesem Hintergrund ist das
Museum bis heute Lernort, Wissensraum, Diskussionsforum und Kommunikationsraum: ein
Haus der zeitgemäßen Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft,
fernab tagespolitischer Rücksichtnahmen und regionaler Begrenztheit.
Vermittlung als Kernaufgabe
Zentralen Schwerpunkt legt das Museum Arbeitswelt seit jeher auf seine
Vermittlungsprogramme für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Interagieren, mitmachen, mitdenken, reflektieren, entdecken und diskutieren. So
eignen sich Besucherinnen und Besucher gemeinsam mit dem pädagogischen Team die
Themen rund um das Museum Arbeitswelt an. Das Angebot ist methodisch vielfältig und
wird immer auf die jeweilige Gruppe abgestimmt. Orte des Geschehens sind die
Ausstellungen, die Politikwerkstatt, der Gedenkort Stollen der Erinnerung und die
historische Umgebung rund um das Museum.
LABOUR LAB
Das interaktive Labor für Jugendliche im Museum Arbeitswelt nutzt digitale
Technologien, um die Vergangenheit und Zukunft der Arbeitswelt spannend und
greifbar zu machen. Mithilfe von Virtual Reality und Gamification tauchen
Jugendliche in die Arbeitswelt des 19. Jahrhunderts ein.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zukunft der Arbeit: Wie verändern
Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und der ökologische Wandel unsere
Arbeitswelt? Welche Rolle spielen soziale Gerechtigkeit, Sicherheit und
Mitbestimmung? Das LABOUR LAB regt junge Menschen dazu an, sich mit diesen Fragen
kritisch auseinanderzusetzen.
Stollen der Erinnerung
Eingebettet in einen ehemaligen
Luftschutzbunker, thematisiert der "Stollen der Erinnerung" die Geschichte Steyrs
zur Zeit des Nationalsozialismus. Im Mittelpunkt des Rundgangs steht die Geschichte
des KZ Steyr-Münichholz und das Schicksal von tausenden Zwangarbeiterinnen und
Zwangsarbeitern.
Einzelbesucherinnen und -besucher können den Stollen der Erinnerung zu den Öffnungszeiten des Museums Arbeitswelt besuchen. Der Eintritt für den Stollen der Erinnerung muss im Museum Arbeitswelt gelöst werden. Die Ausstellung ist barrierefrei zugänglich. Das barrierefreie Angebot umfasst taktile Elemente sowie Führungen und Workshops in einfacher Sprache. Eine Broschüre mit Texten in einfacher Sprache steht im Museum Arbeitswelt zur Verfügung.
Anmeldung für Gruppen
Für Gruppen ist ein Besuch des Stollens
der Erinnerung gegen Voranmeldung möglich. Das Mauthausen Komitee Steyr und das
Museum Arbeitswelt bieten spezielle Vermittlungsprogramme an.
Tel.: +43 7252 77 351
E-Mail: vermittlung(kwfat)museumarbeitswelt(kwfdot)at
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> Tipp: Nützen Sie für die Anreise die öffentlichen Verkehrsmittel: OÖVV Routenplaner
Lage und Anreise

Wehrgrabengasse 7
4400 Steyr