Aktionswoche Internationaler Museumstag in OÖ.

Seit 1978 wird weltweit alljährlich im Mai der Internationale Museumstag gefeiert, um auf die Bedeutung der Museen und ihrer Leistungen für Kultur und Gesellschaft aufmerksam zu machen. Museen aller Länder sind eingeladen, sich an dem Tag, der jeweils unter einem anderen Motto steht, mit besonderen Angeboten für Besucherinnen und Besucher einzubringen.

Heuer lud daher der Verbund Oberösterreichischer Museen die Museen des Landes zum nunmehr dritten Mal zur Beteiligung an einer Aktionswoche rund um den Internationalen Museumstag ein. Äußerst positiv war die Resonanz der Museen: Mehr als 55 Museen aus allen Regionen Oberösterreichs meldeten sich mit rund 125 Einzelveranstaltungen zur Aktionswoche an, die heuer vom 11. bis 19. Mai - dem Internationalen Museumstag - durchgeführt wurde. Gemeinsam setzten die Museen des Landes damit ein kräftiges Lebenszeichen von der vielfältigen Museumslandschaft Oberösterreichs.

Die teilnehmenden Museen bereiteten für diese Woche inspirierende und erlebnisreiche Angebote für ihre Besucherinnen und Besucher vor. Das bunte Programm reichte von Tagen der offenen Tür, Ausstellungseröffnungen und Sonderführungen über Museumsfeste oder Familienaktivitäten bis hin zu exklusiven Einblicken hinter die Kulissen. Auch Workshops und mehrere musikalische Darbietungen standen heuer am Programm und viele Museen öffneten bei freiem oder ermäßigtem Eintritt.

Seitens des Verbundes Oberösterreichischer Museen möchten wir uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der teilnehmenden Museen aufs herzlichste für das großartige Engagement, die kreativen Ideen und die schönen Angebote in Ihren Häusern bedanken. Die Organisation und Betreuung jeder Veranstaltung lag bei den einzelnen Museen selbst  und war zumeist mit großem Aufwand verbunden.

Der nächste Internationale Museumstag findet am 17. Mai 2020 statt und schon jetzt laden wir alle Museen herzlich ein, sich wieder an der Aktionswoche zu beteiligen, die in Oberösterreich vom 9. bis 17. Mai 2020 stattfinden wird.

Tag der Oö. Regional- und Heimatforschung - 6. April 2019

Der Verbund Oberösterreichischer Museen richtete in Kooperation mit der ARGE Reginoal- und Heimatforschung OÖ. den diesjährigen Tag der Oö. Regional- und Heimatforschung aus, in dessen Rahmen die Aufmerksamkeit auf naturkundliche Themen gelenkt und dem Status quo der naturkundlich-heimatkundlichen Forschung in Oberösterreich nachgegangen wurde. Exemplarisch wurden die Themenbereiche Forstgeschichte, Kulturgeologie und Botanik diskutiert. Besonders interessierten uns dabei das Spannungsfeld zwischen Mensch und Natur und die Folgen der Naturnutzung in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Die Tagung wurde im Forstlichen Bildungszentrum Traunkirchen abgehalten, das Programm am Nachmittag umfasste eine Museumsführung in den K-HOF Museen Gmunden sowie eine Wanderung am Pferdeeisenbahn-Wanderweg von Engelhof nach Gmunden bei strahlendem Frühlingswetter. Eine Nachlese zum Tag der Oö. Regional- und Heimatfoschung 2019 findet sich im forum oö geschichte.

Museumsfahrt nach Passau und Kößlarn - 30. März 2019

Bereits zum vierten Mal luden die Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege und der Verbund Oberösterreichischer Museen zu einer gemeinsamen Museumsfahrt ein, die immer in Museen außerhalb Oberösterreichs führt. Das Interesse an der heurigen Fahrt war erfreulich groß. So machten sich am 30. März 2019 bei strahlendem Frühlingswetter insgesamt 45 Personen nach Niederbayern auf, um dort das Oberhausmuseum in Passau und das Kirchenmuseum in Kößlarn, unweit des Rottals, zu besuchen.

Der Anlass für den Besuch des Oberhausmuseums war das 800-Jahr-Jubiläum der Veste Oberhaus, das 2019 gefeiert wird, fand doch vor genau 800 Jahren die Grundsteinlegung für diese imposante Anlage statt. Seit 1932 ist das städtische Museum in der Veste Oberhaus beheimatet. Im Juni 2019 wird hier eine große Sonderausstellung zum 800-Jahr-Juiläum eröffnet. Museumsleiterin Dr.in Stefanie Buchhold gab im Rahmen eines Rundgangs im Areal der Veste einen exklusiven Einblick in die zahlreichen Vorbereitungsarbeiten rund um das Jubiläum, in deren Zuge auch umfangreiche bauliche Maßnahmen zu treffen sind. So konnte die Gruppe unter anderem auf den Aufsichtsturm steigen, der derzeit saniert wird. Der Turm wird ab dem Sommer 2019 wieder in vollem Umfang begehbar sein und auch wegen neuer multimedialer Angebote wie einer digitalen Landkarte in besonderer Weise zu einem Erlebnis für die Gäste.

Am Nachmittag stand der Besuch des rund 40 km entfernten Kößlarn auf dem Programm. Hier entstand eine der ältesten Wallfahrten Bayerns, die bis zur Reformationszeit auch die meistbesuchte Marienwallfahrt im heutigen Niederbayern darstellte. Besonders sehenswert ist die Kößlarner Wallfahrtskirche unter anderem deshalb, weil sie die letzte in vollem Umfang erhaltene mittelalterliche Wehranlage im altbayerischen Raum darstellt.
Zwei Torhäuser und der dazwischen liegende gedeckte Wehrgang der Anlage wurden 2008 als Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Hier sind auf rund 120 Quadratmetern Ausstellungsfläche vor allem die Geschichte der örtlichen Wallfahrt und des Kirchenbaues sowie das Brauchtum im Kirchenjahr dargestellt. Zu den wertvollsten Exponaten der Sammlung gehören Wallfahrtsdevotionalien aus vier Jahrhunderten, ein spätgotischer Palmesel, das älteste erhaltene Messgewand der Passauer Diözese und ein barockes Krippenwerk mit Figuren aus der Schwanthalerwerkstatt des 18. Jahrhunderts.

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