KZ-Gedenkstätte Ebensee
Das Konzentrationslager Ebensee war von November 1943 bis zur Befreiung am 6. Mai 1945 ein Außenlager des KZ-Systems Mauthausen-Gusen. 27.000 KZ-Häftlinge mussten hier Zwangsarbeit verrichten, dabei wurden riesige Stollenanlagen für eine Erdölraffinerie und eine Panzerteileherstellung errichtet. Durch die schwere Stollenarbeit, die brutale Behandlung, die schlechte Versorgung und die völlige Überfüllung des Lagers starben mehr als 8.500 Häftlinge an Entkräftung, Hunger oder Krankheit. Von dem ehemaligen Konzentrationslager sind heute nur noch Spuren zu sehen, die sich auf mehrere Stationen verteilen.
Auf dem ehemaligen Lagergelände entstand nach dem Zweiten Weltkrieg eine Wohnsiedlung, ein Teil wurde zum KZ-Friedhof und der eigentlichen Gedenkstätte. Heute befinden sich neben zahlreichen individuellen Erinnerungstafeln auch offizielle Denkmäler eines Großteils der repräsentierten Opfergruppen auf dem Areal des Friedhofes. 2011 wurde ein Denkmal errichtet, welches die Namen der 8.412 Opfer auf Glastafeln zeigt.
Im Stollen Nr. 5 (Anlage B) befindet sich seit 1997 eine dokumentarische Dauerausstellung zur Geschichte des KZ-Lagers Ebensee. Seit 2001 informiert und forscht das Zeitgeschichte Museum Ebensee im Ortszentrum über die Geschichte des Lagers.
> Linktipps Weitere Museen im Ort
> Linktipps Weitere Museen in der Umgebung
> Tipp: Nützen Sie für die Anreise die öffentlichen Verkehrsmittel: OÖVV Routenplaner
Lage und Anreise

Aufeldstraße 38
4802 Ebensee am Traunsee