Schlossmuseum Peuerbach
Peuerbach und sein Schloss spielten in der Geschichte der oberösterreichischen Bauernunruhen des 16. und 17. Jahrhunderts eine bedeutende Rolle. Um 1370 von den Grafen von Schaunberg erbaut, brannte das Schloss mit seiner berühmten Bibliothek und der Rüstkammer 1571 ab und wurde von Gundaker von Starhemberg in nur drei Jahren zu einem stattlichen Renaissanceschloss - von dem heute nur mehr ein Torso erhalten ist - ausgebaut.
Im Jahr 1976 wurde das Schloss von der Gemeinde Peuerbach übernommen, renoviert und ein Bauernkriegsmuseum eingerichtet. Im Jahr 1987 wurde die Ausstellung um die OÖ Landeskrippe und im Jahr 2000 um die Georg-von-Peuerbach Ausstellung erweitert. Durch die Durchführung der Communale Peuerbach im Jahr 2023 wurde das Museum neu gestaltet.
Eine Ausstellung im Schlossmuseum Peuerbach würdigt die Errungenschaften von Georg
von Peuerbach
Als im Jahr 1423 Georg Aunpekh in Peuerbach geboren wird, deutet wenig darauf hin, dass er einer der wichtigsten Protagonisten der naturwissenschaftlichen Revolution werden sollte. Unter dem Gelehrtennamen Purbachius forschte der Astronom an der Wiener Universität. Er entwickelte innovative Messinstrumente, modernisierte astronomische Berechnungsmethoden und erneuerte die Planetentheorie des Ptolemäus. Als weltweit erster Universitätsprofessor für Astronomie war der geniale Mathematiker und Visionär in doppelter Hinsicht ein prägender Erneuerer der Zukunft: Er gilt heute als Wegbereiter des Humanismus und lieferte mit seiner Planetentheorie die Grundlage für die kopernikanische Wende.
Die Ausstellung im Schlossmuseum Peuerbach zeigt die Kapitel: Georg von Peuerbach - Genie mit Weitblick; Sehnsucht Mond im 19. Jahrhundert; Superheld:innen im Weltall; Wettlauf zum Mond; Die Zukunft war gestern; Kunst und Kosmos; Astrofotografie.
Seit April 2024 ist im Schlossmuseum Peuerbach die Ausstellung Kosmos.Neue
Welten - Georg von Peuerbach und sein Vermächtnis zu sehen.
Kometor
Der Kometor im Schlosspark ist ein Kunstprojekt der besonderen Art. Georg Aunpekh
von Peuerbach, der berühmte Sohn der Stadt Peuerbach inspirierte das Künstlerpaar
Manfred und Billa Hebenstreit zu einer begehbaren Skulptur mit zwei Ebenen zum
Schauen und Erleben.
Die Künstler der Renaissance waren Universalisten, die in den verschiedensten
Fachgebieten gleichzeitig tätig waren. Auch das Hebenstreit-Himmelskörper-Projekt
ist als Gesamtkunstwerk konzipiert. Das Künstlerduo erdachte für den Kometor
aufeinander bezogene Raumkonzepte mit Leuchtbildern, Filmsequenzen und Skulpturen
unter dem Motto "Kunst & Kosmos".
Die OÖ. Landeskrippe
Diese in ihrer Art einmalige
Heimatkrippe zeigt in der Darstellung der vier Landesviertel einige der Grundtypen
bäuerlicher Hofformen: den Vierkanter, Vierseithof, Mühlviertler Hakenhof und das
Mondseer Rauchhaus. Dazwischen veranschaulichen über 200 Figuren die jeweilige
Tracht der einzelnen Landesteile sowie brauchtümliche Feste aus dem Arbeitsalltag:
zum Beispiel eine Innviertler Bauernhochzeit, eine Fronleichnamsprozession, einen
Georgiritt oder den Ebenseer Glöcklerlauf. In der Mitte der Krippe ist die
Geburtsgrotte mit den Gabenbringern zu sehen.
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Lage und Anreise
Rathausplatz 2
4722 Peuerbach