Ausstellungseröffnung: Death Positive. Gestorben wird immer | Nordico Stadtmuseum Linz
Das Nordico Stadtmuseum Linz lädt zur Eröffnung der
Ausstellung Death Positive. Gestorben wird immer am
Donnerstag, den 22. Oktober 2026, um 19:00 Uhr, ein.
Dabei wird das Leben mit Totensemmeln der Bäckerei Brandl und himmlischen
Klängen des Blonden Engels gefeiert.
Nach der Begrüßung durch Andrea Bina, Leiterin des Nordico Stadtmuseums, gibt Kuratorin Klaudia Kreslehner eine Einführung in die Ausstellung. Die offizielle Eröffnung erfolgt durch Gemeinderätin Beate Gotthartsleitner.
Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei.
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Zur Ausstellung:
Wir alle sterben. Endlich eine Gemeinsamkeit, auf die Verlass ist.
Trotzdem schieben wir den Tod gern weg - bis er plötzlich da ist. Ganz nah. Dann
kommen die Fragen: Was geschieht mit dem Körper? Wer entscheidet? Wie wollen
wir bestattet werden? Was spendet uns Trost?
Der Tod ist ein sehr lebendiger Begleiter. Mal leise oder laut, oft unerwartet und
manchmal herbeigesehnt. Die Ausstellung Death Positive. Gestorben wird
immer im Nordico Stadtmuseum Linz holt ihn mitten ins Zentrum
- behutsam, konfrontativ, humorvoll und radikal ehrlich.
Der Tod ist nicht das Gegenteil des Lebens. Er ist mittendrin. Also reden wir
darüber, bevor es zu spät ist.
Death Positive ist nicht nur Ausstellungstitel, sondern eine Bewegung: Sie holt den Tod mitten ins Leben und setzt auf einen informierten Umgang mit Sterben, Tod und Trauer. Denn über das Sterben zu reden hat noch niemanden umgebracht. Auch Humor kann helfen: Er schafft Abstand, wenn etwas zu nah kommt, und macht möglich, über das Unausweichliche zu sprechen.
Vom 23. Oktober 2026 bis zum 4. April 2027 blickt die
Sonderausstellung auf Körper, Rituale, Recht, Religion, Medizin und
Geschäft, auf Abschied, Trauer und Erinnerung. Zwischen Klappsarg und
Pilzurne, Herzstich und Bucketlist, Leichenschmaus und Vinyl-Bestattung zeigt
sie, wie vielfältig unser Umgang mit dem Tod ist.
Kunstwerke, Installationen, Video-Interviews und Objekte aus Sammlung und
Leihgaben greifen das Memento Mori auf - die Erinnerung an die eigene
Endlichkeit. Auch Linz hat seine Geschichten und Orte des Sterbens.
Die Schau Death Positive lädt ein zum Reflektieren, Mitfühlen und
Innehalten. Denn letztlich geht es nicht nur um die Toten, sondern um
Beziehungen, Erinnerung und das Leben nach dem Verlust.
Zu sehen sind Kunstwerke von:
Marina Abramović, Leo Adler, Chiho Aono, Branko Andrić, Siegfried
Anzinger, Ludwig Aspöck, Valentin Bernauer, Renate Bertlmann, Gerhard
Brandl, Dietmar Brehm, Klemens Brosch, Wilhelm Camerloher, Theresa Ulrike
Cellnigg, Paul Flora, Norbertine von Bresslern-Roth, Bernhard Fuchs, Olia
Fedorova, María Galindo, Beate Gatschelhofer, Franz Glaubacker,
Gregor Graf, Birke Gorm, Katharina Gruzei, Ursula Guttmann, Hermann
Haider, Heinrich Heidersberger, Karl Hayd, Inga Hehn, Franz Kapfer,
Karl-Heinz Klopf, Anatol Knotek, Auguste Kronheim, Paul Kranzler, Alfred
Kubin, Kurt Lackner, Maria Lassnig, Rudolf Leitner-Gründberg, Fini Leonor,
Danitza Luna, Andrea Lüth, Haruko Maeda, Mary Mayrhofer, Johanna Mark
/ Medulla, Sonja Meller, Stefanie Moshammer, Mujeres Creando, Maria
Nalbantova, Fanny Newald, Margit Palme, Monika Pichler, Georg
Pinteritsch, Roswitha Potocnik, Remo Rauscher, Patrick Raynaud, Franz
Sedlacek, Lou Seidl, Severin Standhartinger, Ingeborg Strobl, Mathilde Ter
Heijne, Oswald Tschirtner, Timm Ulrichs, Vildan Turalić, Vincent van Gogh,
VIDEO.SCKRE, Anton Watzl
Kuratorin: Klaudia Kreslehner
Ausstellungsgestaltung: MOOI Design
Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Vermittlungs- und
Veranstaltungsprogramm begleitet: www.nordico.at/ausstellungen/death-positive
Ausstellungsdauer: 23. Oktober 2026 bis 4. April 2027
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10:00 - 18:00 Uhr, Donnerstag
10:00 - 20:00 Uhr