Death Positive. Gestorben wird immer | Nordico Stadtmuseum Linz
Wir alle sterben. Endlich eine Gemeinsamkeit, auf die Verlass ist. Trotzdem schieben wir den Tod gern weg - bis er plötzlich da ist. Ganz nah. Dann kommen die Fragen: Was geschieht mit dem Körper? Wer entscheidet? Wie wollen wir bestattet werden? Was spendet uns Trost?
Der Tod ist ein sehr lebendiger Begleiter. Mal leise oder laut, oft unerwartet und
manchmal herbeigesehnt. Die Ausstellung Death Positive. Gestorben wird
immer im Nordico Stadtmuseum Linz holt ihn mitten ins Zentrum
- behutsam, konfrontativ, humorvoll und radikal ehrlich.
Der Tod ist nicht das Gegenteil des Lebens. Er ist mittendrin. Also reden wir
darüber, bevor es zu spät ist.
Death Positive ist nicht nur Ausstellungstitel, sondern eine Bewegung: Sie holt den Tod mitten ins Leben und setzt auf einen informierten Umgang mit Sterben, Tod und Trauer. Denn über das Sterben zu reden hat noch niemanden umgebracht. Auch Humor kann helfen: Er schafft Abstand, wenn etwas zu nah kommt, und macht möglich, über das Unausweichliche zu sprechen.
Vom 23. Oktober 2026 bis zum 4. April 2027 blickt die
Sonderausstellung auf Körper, Rituale, Recht, Religion, Medizin und
Geschäft, auf Abschied, Trauer und Erinnerung. Zwischen Klappsarg und
Pilzurne, Herzstich und Bucketlist, Leichenschmaus und Vinyl-Bestattung zeigt
sie, wie vielfältig unser Umgang mit dem Tod ist.
Kunstwerke, Installationen, Video-Interviews und Objekte aus Sammlung und
Leihgaben greifen das Memento Mori auf - die Erinnerung an die eigene
Endlichkeit. Auch Linz hat seine Geschichten und Orte des Sterbens.
Die Schau Death Positive lädt ein zum Reflektieren, Mitfühlen und
Innehalten. Denn letztlich geht es nicht nur um die Toten, sondern um
Beziehungen, Erinnerung und das Leben nach dem Verlust.
Zu sehen sind Kunstwerke von:
Marina Abramović, Chiho Aono, Renate Bertlmann, Dietmar Brehm, Klemens
Brosch, Theresa Ulrike Cellnigg, Beate Gatschlhofer, Gregor Graf, Birke
Gorm, Katharina Gruzei, Ursula Guttmann, Inga Hehn, Auguste Kronheim, Paul
Kranzler, Alfred Kubin, Maria Lassnig, Haruko Maeda, Stefanie Moshammer,
Maria Nalbantova, Fanny Newald, Margit Palme, Georg Pinteritsch, Franz
Sedlacek, Ingeborg Strobl, Timm Ulrichs, VIDEO.SCKRE u.v.m.
Kuratorin: Klaudia Kreslehner
Ausstellungsgestaltung: MOOI Design
Ausstellungsdauer: 23. Oktober 2026 bis 4. April 2027
Ausstellungseröffnung: 22. Oktober 2026, 19:00 Uhr
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10:00 - 18:00 Uhr, Donnerstag
10:00 - 20:00 Uhr