Annemarie Pletl. gedacht, gemalt | Kubin-Haus Zwickledt
Zu Gast bei Kubin
Die Ausstellung Annemarie Pletl. gedacht, gemalt, die vom 15. August bis zum 20. September 2026 im Kubin-Haus Zwickledt gezeigt wird, greift die Freundschaft des Schriftstellers Vegesack mit dem Maler und Zeichner Alfred Kubin auf.
Annemarie Pletl (*1957) lebt im Bayerischen Wald, dessen
Landschaft, Menschen und alte Gebäude ihre künstlerische Arbeit thematisch prägen.
So beschäftigte sie sich auch mit dem ehemaligen Getreidespeicher bei Burg
Weißenstein, den der Schriftsteller Siegfried von Vegesack 1918 erwarb und den er
wegen der immensen Instandhaltungskosten "das Fressende Haus" nannte. Heute ist er
ein prägender Ort in Regen und als städtisches »Museum im Fressenden Haus« ein
kultureller Treffpunkt.
Bereits 1921 waren Alfred und Hedwig Kubin zu Besuch in diesem Turm. 1922 bis 1957
bestand eine enge Korrespondenz-Verbindung, begleitet von gegenseitigen Besuchen.
Pletls farbkräftige, abstrahierte Werke greifen die Atmosphäre ihrer Heimatregion
auf und bewahren in poetischer Bildsprache die Seele des "Waldlands". Mit
ihren Bildern werden Zeitspuren festgehalten, wird das Vergehende beschrieben. In
reduzierter Formensprache, bedachter Farbwahl und -harmonie hat Annemarie Pletl
ihre unverkennbare Ausdrucksform gefunden.
Ausstellungsdauer: 15. August bis 20. September 2026
Ausstellungseröffnung: 14. August 2026, 19:00 Uhr
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14:00 - 17:00 Uhr, Samstag,
Sonn- und Feiertag 13:00 - 18:00 Uhr
Das Kubin-Haus Zwickledt war über 50 Jahre lang Lebensmittelpunkt und Werkstätte Alfred Kubins (1877 bis 1959). Hier entstand ein Großteil seiner düsteren, traumhaften Bildwelten ebenso wie seine literarischen Arbeiten. Heute ist das Haus ein Museum, das authentische Einblicke in Kubins Leben und Schaffen bietet.
Zudem zeigt das Kubin-Haus in Sonderausstellungen Werke von Künstlerinnen und
Künstlern, die einen Bezug zu Alfred Kubin haben oder mit der Region verbunden
sind.