Adresse

Starhembergkapelle und Gruft in der Pfarrkirche Hellmonsödt
Marktplatz
4202 Hellmonsödt

Kontakt

Tel.: +43 (0) 7215/22 52 (Pfarramt)
Tel.: +43 (0) 7215/22 55-0 (Gemeindeamt)

Weiterführende Links

Öffnungszeiten

Aufgrund der Vorgaben zur Eindämmung der Corona-Epidemie können die derzeitigen Öffnungszeiten von den regulären Angaben abweichen. Auch Führungen können nur eingeschränkt stattfinden.
Bitte erkundigen Sie sich im Museum nach den aktuellen Öffnungszeiten und Voraussetzungen für einen Museumsbesuch.

Reguläre Öffnungszeiten:
Besichtigung der Gruftkapelle:
täglich 8:00 - 17:00 Uhr (nicht während des Gottesdienstes)
Führungen in der Gruftkapelle und Gruft nach Voranmeldung Führungsdauer: ca. 50 Minuten

Eintritt

freiwillige Spenden

Führungen:
Erwachsene: 2,00
Schüler: 1,00

Auskunft

Johann und Josefine Mülleder, Tel.: +43 (0) 7215/35 02, +43 (0) 664/73 56 21 93, +43 (0) 664/73 64 35 66

Träger

Pfarre Hellmonsödt

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Starhembergkapelle und Gruft in der Pfarrkirche Hellmonsödt
Marktplatz
4202 Hellmonsödt

Starhembergkapelle und Gruft in der Pfarrkirche Hellmonsödt

Der Historiker Christian Kieslinger, der die Starhembergischen Grabdenkmäler vom 15. bis zum 17. Jahrhundert in der Pfarrkirche Hellmonsödt erforschte, bezeichnet die Kirche als "die wichtigste Grablege der Starhemberger" im 16. und 17. Jahrhundert. (Universität Brünn, 2002)
Der erste namentlich bekannte Starhemberger Gundaker von Steyr heiratete Adelheid von Wildberg-Haunsperg und hatte nach 1198 seinen Sitz auf der Burg Wildberg, der ältesten Burg des Mühlviertels, 1135 von den Haunspergern erbaut. Gundaker ließ um 1212 in Hellmonsödt eine Kirche erbauen, die 1441 durch Hanns IV. von Starhemberg neu errichtet wurde.

1499 wurde die Gruftkapelle mit der darunter liegenden Gruft angebaut und Ende des 16. Jahrhundert erweitert. An den Wänden der Kapelle befinden sich acht sehr schön gearbeitete Grabplatten aus Marmor, errichtet von unbekannten Steinbildhauern. Weitere Epitaphe sind an den Außenmauern der Kirche zu sehen. Die lebensgroßen Darstellungen der Figuren in voller Ritterrüstung, die Inschriften, die Figurengruppen mit Heiligen und die Wappen beeindrucken jeden Besucher, jede Besucherin. Diese "figürlichen Grabplatten von ausgezeichneter Qualität" (Benno Ulm) aus den Jahren 1474 bis 1675 gehören zu den bedeutenden historischen Denkmälern in Oberösterreich und sind bis heute sehr wertvolle stumme Zeugen einer entschwundenen Zeit. Die älteste Grabplatte, jene der Elisabeth von Starhemberg aus dem Jahr 1418, befindet sich an der östlichen Außenwand und "erzählt": "Nach kristi geburd Tausend vierhundert und in dem achczehenden jar am Montag nach sand pagraczentag ist gestorben dy Edel fraw fraw Elisabeth geborn von hohenberg des Edeln herrn herr Gundakcher von Starhemberg gemahel und ist hie begrabn."

In der Gruft befinden sich zehn Särge: neun Särge mit Schrifttafeln, die Interessantes aus dem Leben der hier Bestatteten erzählen; der zehnte Sarg, der eines Kleinkindes, hat keine Inschrift, beinhaltet aber eine österreichweite Besonderheit: eine 450 Jahre alte Kindermumie. Sie kann durch eine Glasabdeckung besichtigt werden. 2017 wurde die Gruft restauriert und die kleine Mumie, das Kleidchen sowie der Sarg wurden von einer Restauratorin gereinigt. Anfang 2018 führte ein Mumienexperte aus München eine wissenschaftliche Untersuchung des kleinen Starhemberg-Knaben durch und es konnten nun das Alter des Kindes und die Identität festgestellt werden.

> Linktipp Weiteres Museum im Ort

Lage und Anreise

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