27. Sep. 2026, 14:00 Uhr - 17:30 Uhr

Stiftsmuseum Garsten

Am Platzl 2, 4451 Garsten

Kontakt

Tel.: +43 7252 54196 (Pfarramt)

Tag des Denkmals: Pilgerziel Jerusalem. Erinnerungen und Landkarten vom Mittelalter bis heute | Stiftsmuseum Garsten

Am Sonntag, den 27. September 2026, lädt der österreichweite Tag des Denkmals unter dem Motto "Denkmale: Wert für alle." dazu ein, historische Orte neu zu entdecken.

Das Stiftsmuseum Garsten öffnet von 14:00 bis 17:30 Uhr seine Türen bei freiem Eintritt und bietet spannende Einblicke in die aktuelle Sonderausstellung Pilgerziel Jerusalem. Erinnerungen und Landkarten vom Mittelalter bis heute. Neben speziellen Vermittlungsangeboten sind auch Kurzführungen nach Bedarf möglich. 

Die Sonderausstellung beleuchtet das Pilgerziel Jerusalem durch die Jahrhunderte hindurch, insbesondere die oberösterreichischen Pilgerzüge ab 1900. Hunderte Oberösterreicher - seit dem zweiten Pilgerzug auch wenige Frauen - nahmen an organisierten Pilgerreisen ins heutige Israel teil. Historische Ansichten und Karten des Heiligen Landes sowie Pilgerandenken und Erinnerungsfotos von Reisenden werden präsentiert.
Den zweiten Fokus der Ausstellung stellt die neu restaurierte Karte vom Heiligen Land von Justus Danckerts, entstanden um 1700, in den Fokus.

Programmpunkte:

15:00 bis 15:40 Uhr
Pilgerreisen ins Heilige Land als Grundlage des Tourismus mit Prof. Ingo Mörth 
Im Gespräch mit Ingo Mörth werden Bezüge zur Tourismus- und Kartografiegeschichte seit dem 15. Jahrhundert diskutiert. Dabei werden die unterschiedlichen Entwicklungsphasen des Reisens ins Heilige Land beleuchtet: von der ersten Welle des Gruppentourismus ab 1483, die sich in zeitgenössischen Berichten und Karten widerspiegelt, über den Individualtourismus ab 1743 bis hin zum Pauschaltourismus ab 1899/1911. Abschließend widmet sich das Gespräch der vierten Welle, dem modernen gemischten Tourismus ab 1976.

16:30 bis 16:45 Uhr
Kurzführung zur Landkarte des Heiligen Landes mit der Kuratorin Barbara Weikerstorfer 
Bei der Karte vom Heiligen Land handelt es sich um eine äußerst seltene Darstellung einer Landkarte, eine Verbindung zwischen Geographie und Bibelbildern. Der kolorierte Kupferstich veranschaulicht das Geschehen aus der Bibel in zahlreichen detaillierten Darstellungen. Pilgerreisen von Mitteleuropa nach Palästina fanden durch Jahrhunderte statt. In einer Sonderausstellung wird die Thematik der Pilgerreisen ins Heilige Land veranschaulicht, vom Mittelalter bis in die heutige Zeit. 
Beim näheren Betrachten erkennen Besucherinnen und Besucher zahlreiche Begebenheiten aus dem Leben Jesu sowie aus dem Alten Testament. Die Stadt Jerusalem und die Grenzen der zwölf Stämme Israels sind ebenso verzeichnet wie das Tote Meer oder der See Genezareth. Ein Vergleich mit früheren und späteren Kupferstichen mit ähnlichen Motiven wird anhand historischer Kartendrucke möglich.