Bauernrebellion 1626. Mühlviertel und Südböhmen | Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt
Das Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt zeigt vom 5. September 2026 bis zum 31. Jänner 2027 die Sonderausstellung Bauernrebellion 1626. Mühlviertel und Südböhmen.
Der Oberösterreichische Bauernkrieg von 1626 war der schwerste und blutigste
bewaffnete Aufstand auf österreichischem Gebiet während des Dreißigjährigen
Krieges. Rund 40.000 aufständische Bauern kämpften dabei gegen die bayerische
Besatzungsmacht und die erzwungene katholische Gegenreformation.
Das "Land ob der Enns" war nach der Schlacht am Weißen Berg 1620 an Herzog
Maximilian von Bayern verpfändet. Statthalter wurde Adam Graf von Herberstorff. Die
Protestanten wurden gezwungen zum Katholizismus zu konvertieren oder
auszuwandern.
Einer der vielen Schauplätze während der Bauernrebellion war die Stadt Freistadt. Nach Eskalationen in Lembach wurde Freistadt sehr schnell von den Bauern belagert. Am 23. Mai 1626 wurden die Tore geschlossen. Die kaiserlichen Truppen konnten Freistadt am 16. August befreien.
Die Ausstellung im Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt zeigt nicht nur die Geschehnisse während dieser Zeitspanne, sondern erinnert auch an die dramatischen Ereignisse im Mühlviertel und in Südböhmen. Die Bevölkerung beider Landesteile hatte ein ähnliches Schicksal zu ertragen: Unterdrückung, Ausbeutung, Unfreiheit im Leben und Glauben. Der Aufstand ist jedoch misslungen, die Folgen waren Niedergang, Armut und Exodus.
Grundlage der Sonderausstellung ist eine profunde Quellenlage zu den Ereignissen in Freistadt. Der Stadtschreiber Neurattinger hat ein Tagebuch mit Aufzeichnungen zur Stadtgeschichte hinterlassen und Pater David Corner aus Göttweig schildert in einem Brief an seinen Abt seine Erlebnisse in der von den Bauern besetzten Stadt. Ferner fanden lokale geschichtliche Quellen und zeitgenössische Illustrationen bei der Gestaltung der Inhalte Verwendung.
Teil der Ausstellung ist auch die Darstellung des Bauernaufstandes 1775 in Lesonice. Dabei handelt es sich um ein gemeinsames Interreg-Projekt zwischen dem Museum und der Gemeinde Lesonice in Tschechien.
Ausstellungsdauer: 5. September 2026 bis 31. Jänner 2027
Ausstellungseröffnung: 5. September 2026, 18:00 Uhr
Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Freitag 9:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 17:00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag: 14:00 - 17:00 Uhr