Schnee von gestern. Gletscher. Klima. Forschung | Schlossmuseum Linz
Gletscher gelten als wichtige Indikatoren für Klimaänderungen. In Österreich schmelzen die Gletscher in rasantem Tempo. Schon Mitte dieses Jahrhunderts wird es in den Ostalpen kaum noch Gletscher geben.
Die Ausstellung Schnee von gestern. Gletscher. Klima. Forschung im
Schlossmuseum Linz, die in Zusammenarbeit mit dem Institut für
Interdisziplinäre Gebirgsforschung in Innsbruck entstanden ist, zeigt, wie
Gletscher erforscht werden und welch wichtige Rolle sie spielen, wenn es darum
geht, Klimawandel zu verstehen.
Im Zentrum der Sonderausstellung, die vom 25. September 2026 bis zum 7.
März 2027 gezeigt wird, steht ein Eisbohrkern aus den
Ötztaleralpen, von dem sich bis zu 6.000 Jahre Klimageschichte ablesen lassen. Wie
in einem Archiv sind im Eis Daten zur Zusammensetzung der Luft, der Temperatur,
aber auch über die Ausbreitung von Pflanzen und noch viel mehr gespeichert.
Die Gletscherforschung ist in Österreich so alt wie in fast keinem
anderen Land. Seit fast 180 Jahren gibt es systematische Beobachtungen und
Aufzeichnungen. Der Dachstein nimmt dabei eine besondere Rolle ein: Er war das
Forschungsgebiet von Friedrich Simony, einem der Pioniere der Gletscherforschung.
Simony gehörte zu den Wissenschaftern, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts den
Nachweis erbrachten, dass die alpine Landschaft von riesigen Gletschern geformt
wurde, die sich einst über den gesamten Alpenraum erstreckten.
Der Nachweis einer vergangenen Eiszeit hat die Klimaforschung erst ins Rollen
gebracht. In der Ausstellung wird gezeigt, wie Gletscher entstehen, welche Rolle
sie im globalen Klimasystem spielen und wie die Gletscherforschung dazu beiträgt,
auf Klimaveränderungen reagieren zu können.
Kuratorin: Michaela Seiser
Ausstellungsdauer: 25. September 2026 bis 7. März 2027
Ausstellungseröffnung: 24. September 2026, 19:00 Uhr
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, Feiertage 10:00 - 18:00 Uhr