Do it yourself! Natur aktiv gestalten | Sumerauerhof St. Florian
Do It Yourself!
Unter dem Motto "Do It Yourself!"
widmet sich der Sumerauerhof St. Florian in der Museumssaison
2026 zwei Ausstellungsschwerpunkten. Im Mittelpunkt stehen einerseits Formen des
Selbermachens in Vergangenheit und Gegenwart, andererseits die Möglichkeiten, wie
Natur im unmittelbaren Lebensumfeld aktiv und verantwortungsvoll gestaltet werden
kann. So wird der Sumerauerhof 2026 zu einem Ort, an dem Geschichte, Gegenwart und
Zukunft in einen produktiven Austausch treten.
Natur aktiv gestalten
Wie sieht ein "Garten des Grauens" für
Tiere aus - und was macht einen Lebensraum artenreich? Die Natur-Ausstellung führt
in drei Innenräumen und einem Outdoor-Rundgang durch Hecke, Wiese, Steinmauer und
Totholz. Tierpräparate zeigen, welche Tiere diese Strukturen brauchen und wie
alltägliche Entscheidungen - vom perfekt getrimmten Rasen bis zu versiegelten
Flächen - die Tierwelt beeinflussen.Draußen veranschaulicht ein Rundgang konkrete
Artenschutzmaßnahmen, die sich auch zuhause umsetzen lassen.
Österreich zählt zu den artenreichsten Ländern Mitteleuropas. Unterschiedliche Landschaften, Höhenlagen und Klimazonen schaffen vielfältige Lebensräume - von den Alpen bis ins Flachland. Doch diese Vielfalt gerät zunehmend unter Druck. Straßenbau, Siedlungswachstum, intensive Landwirtschaft und der Klimawandel lassen Lebensräume schrumpfen und zerschneiden sie. Viele Tier- und Pflanzenarten gehen zurück. Diese Entwicklung zeigt sich nicht nur in Schutzgebieten oder entlegenen Landschaften, sondern unmittelbar vor der Haustür. Schottergärten, sterile Rasenflächen, versiegelte Böden, immergrüne Monokulturen, Pestizide, grelles Nachtlicht, Laubbläser oder Rasenroboter stehen exemplarisch für Formen der Gestaltung, die Natur ordnen, kontrollieren oder verdrängen, anstatt mit ihr zu arbeiten. Solche "Gärten des Grauens" erscheinen gepflegt und praktisch, sind für Tiere und Pflanzen jedoch oft lebensfeindlich.
Dem setzt die Ausstellung konkrete Gegenbilder entgegen. Wichtige Lebensräume
werden vorgestellt, doch auch deren Bewohner:innen sind in Form von Tierpräparaten
präsent: Von Säugetieren wie Igel, Siebenschläfer oder Fledermäusen über Reptilien
und Amphibien bis
hin zu einer großen Vielfalt an Vögeln und Insekten.
Ein Quiz lädt dazu ein, das Außengelände mit Blumenwiesen, offenem Ziegelwerk,
Schwalbennestern, Habitatbäumen und Totholzhaufen spielerisch zu erkunden.
Der Ausstellungsschwerpunkt "Do it yourself" wird von einem umfangreichen Kulturvermittlungsangebot begleitet
Kuratorin der Ausstellung: Hannah Konrad
Biologe und Kulturvermittler: Daniel Stieringer
Ausstellungseröffnung und Tag der offenen Tür: Sonntag, 26. April
2026, ab 10:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 26. April bis 31. Oktober 2026
Öffnungszeiten: April bis September: Donnerstag bis Sonntag,
Feiertag 10:00 - 18:00 Uhr; Oktober: Donnerstag bis Sonntag, Feiertag 10:00 - 16:00
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