18. Sep. 2026 - 23. Okt. 2026
Freier Eintritt

Bezirksmuseum Herzogsburg

Altstadt 10, 5280 Braunau am Inn

Kontakt

Tel.: +43 7722 808-237

Hitlers Exekutive. Die österreichische Polizei und der Nationalsozialismus | Bezirksmuseum Herzogsburg

Im Rahmen der Zeitgeschichte-Tage Braunau 2026 kommt die Wanderausstellung Hitlers Exekutive. Die österreichische Polizei und der Nationalsozialismus vom 18. September bis zum 23. Oktober 2026 in das Bezirksmuseum Herzogsburg in Braunau.

Welche Rolle spielten österreichische Polizisten und Gendarmen während der NS-Herrschaft? Wer beteiligte sich an Verfolgung und Gewalt, wer leistete Widerstand - und welche personellen und institutionellen Kontinuitäten bestanden nach 1945 fort?
Diesen Fragen widmet sich die Ausstellung "Hitlers Exekutive. Die österreichische Polizei und der Nationalsozialismus.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde innerhalb von Polizei und Gendarmerie vor allem jener gedacht, die selbst Opfer des Nationalsozialismus geworden waren. Die Beteiligung österreichischer Exekutivbeamter an Verfolgung, Gewalt und Massenverbrechen blieb hingegen lange Zeit weitgehend unaufgearbeitet.

Heute ist bekannt, dass die Polizei eine zentrale Rolle bei der Durchsetzung und Aufrechterhaltung der nationalsozialistischen Herrschaft spielte. Die nationalsozialistische Vorstellung von "Ordnung und Sicherheit" beruhte auf Überwachung, Unterdrückung und Terror. Polizei und Gendarmerie verfolgten, inhaftierten und töteten Menschen, die das Regime als Gegner betrachtete. Verfolgt wurden auch Angehörige der eigenen Reihen, wenn sie anderen politischen Lagern angehörten, Widerstand leisteten oder Menschen in Gefahr unterstützten.
Österreichische Polizisten und Gendarmen waren zudem maßgeblich an der Verfolgung und Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden beteiligt. Viele von ihnen wurden nach dem Ende der NS-Herrschaft für ihre Taten nicht oder nur unzureichend zur Verantwortung gezogen.

Die Ausstellung gibt einen Überblick über Organisation, Aufgaben und ideologische Ausrichtung der österreichischen Exekutive im Nationalsozialismus und nimmt zugleich die Entwicklungen vor 1938 und nach 1945 in den Blick.
Anhand zahlreicher Biografien zeigt sie unterschiedliche Schicksale, Handlungsspielräume und Verhaltensweisen österreichischer Polizisten und Gendarmen - von Widerstand und Hilfeleistung bis hin zu Verfolgung, Gewalt und Mord.

Umfangreiches Forschungsprojekt
Die Ausstellung entstand im Rahmen des Forschungsprojekts "Die Polizei in Österreich. Brüche und Kontinuitäten 1938-1945", initiiert vom Bundesministerium für Inneres und durchgeführt an der Universität Graz und dem Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung. Kooperationspartner sind das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes und das Mauthausen Memorial.

Ausstellungsdauer: 18. September bis 23. Oktober 2026
Ausstellungseröffnung: 18. September 2026, 17:00 Uhr (mit Anmeldung)
Öffnungszeiten: 
Dienstag bis Samstag, jeweils 13:30 bis 17:00 Uhr
Zusätzliche Sonntagsöffnungen: 20. und 27. September sowie 4., 11. und 18. Oktober, jeweils von 13:30 bis 17:00 Uhr

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. 

Weitere Informationen: www.zeitgeschichte-braunau.at