07. Nov. 2026, 19:00 Uhr

Archäologische Ausstellung – Archekult Traunkirchen

Ortsplatz 1, 4801 Traunkirchen

Kontakt

Tel.: +43 664 4234862 (Manfred Mayer)

Fest für die Archäologie | Archekult. Initiative für Archäologie und Kultur Traunkirchen

Der Verein Archekult. Initiative für Archäologie und Kultur lädt am Samstag, den 7. November 2026, zum traditionellen Fest für die Archäologie ein. Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im Klostersaal Traunkirchen. 

Festvortrag von Dr. Eva Alram-Stern, ÖAW:
"Die mykenische Siedlung von Aigeira in Achaia und die Zeit nach dem Untergang der mykenischen Paläste"

Im Zentrum steht das Griechenland der Bronzezeit. Die mykenische Kultur (1600 bis 1050 v. Chr.) erreichte mit dem Entstehen der Palastzentren von Mykene und Tiryns, Pylos und Theben ihren Höhepunkt. Ihr Einflussbereich erstreckte sich von Griechenland bis nach Kleinasien. Nicht umsonst war der mykenische Herrscher Agamemnon der Heerführer der Griechen auf dem Zug nach Troja. Sein Triumph im Krieg besiegelte jedoch schließlich auch seinen Untergang. In der literarischen Überlieferung steckt sicher mehr als ein Körnchen Wahrheit. Die dramatischen Ereignisse am Ende der Bronzezeit, die zu schweren Krisen von Ägypten bis nach Griechenland geführt haben, wurden vom englischen Historiker Eric Cline als "Erster Untergang der Zivilisation" bezeichnet.

Auch die Paläste von Mykene wurden großteils verlassen - aber ist die Kultur dadurch ganz verschwunden und untergegangen? Mit der Zerstörung der Burgen und zahlreicher Siedlungen um 1200 v. Chr. änderte sich das Gesellschaftssystem. Zwar blieben Palastzentren, wie z. B. Tiryns, weiter besiedelt. Es wurden aber auch Siedlungen an gut geschützten Orten angelegt. Zu ihnen gehört die mykenische Siedlung von Aigeira in Achaia, die vom Österreichischen Archäologischen Institut erforscht wurde. Die hier zutage getretenen Gebäudekomplexe sowie eine Befestigung geben Einblick in die Sozialstruktur dieser nachpalatialen mykenischen Zeit.

Dr. Eva Alram-Stern, Assoziierte Mitarbeiterin des Österreichischen Archäologischen Instituts und langjährige Mitarbeiterin der Österreichischen Grabungen von Aigeira berichtet im Festvortrag von diesen Forschungen und gibt Einblicke in die Transformation einer Kultur in krisenhaften Zeiten.

Der Vortrag wird musikalisch durch Anita Strobl auf der Blockflöte und David Stelzmüller an der Laute stimmungsvoll umrahmt, anschließend gibt es Gelegenheit zum Gedankenaustausch und gemütlichen Beisammensein bei Speis und Trank.

Eintritt: freiwillige Spende