Verleihung des Österreichischen Museumspreises 2026 | Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
Im Rahmen des Österreichischen Museumstages in Eisenstadt wurde
dem Lern- und Gedenkort
Schloss Hartheim am 15. Oktober 2026 der
Österreichische Museumspreis 2026 verliehen - die
höchste Auszeichnung für Museen des Landes.
Das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) würdigt
damit die herausragende Leistungen im Bereich der Museumsarbeit. Dotiert ist der
Österreichische Museumspreis mit 20.000 Euro.
Reinhold Klinger, Präsident des Verbundes OÖ Museen, nahm an der Preisverleihung teil und gratulierte Florian Schwanninger, Irene Zauner-Leitner sowie dem gesamten Team herzlich zur Auszeichnung und die hervorragende Museums-, Vermittlungs- und Forschungsarbeit, die am Lern- und Gedenkort seit vielen Jahren geleistet wird.
Überreicht wurde die Auszeichnung von Vizekanzler und Bundesminister für
Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport Andreas
Babler:
"Der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim ist seit
seiner Gründung eine feste Konstante in der österreichischen Gedenkstätten- und
Museumslandschaft. Einst war Schloss Hartheim ein zentraler Schauplatz des
NS-Terrors. Heute steht das Schloss für Erinnerung, Lernen und Austausch. Die
beeindruckende Transformation zu einer bedeutenden Forschungs-, Dokumentations- und
Vermittlungsstätte zeigt, wie aus einem Ort des Unrechts ein Zentrum der
Aufklärung, des Gedenkens und der Menschlichkeit werden kann."
Auszüge aus der Beiratsbegründung
Das Museum ist ein Lernort im besten Sinne
Der
Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim ist ein Best-Practice-Beispiel dafür, wie es
möglich ist, an einer Gedenkstätte für Gegenwart und Zukunft zu lernen. Sowohl in
der Ausstellungsgestaltung als auch in den vielfältigen Vermittlungsprogrammen
nehmen das Lernen aus der Geschichte und das Lernen für die Gegenwart
gleichberechtigt Raum ein. (...) Auch bei der Konzeption und Durchführung der
Vermittlungsprogramme wird großer Wert daraufgelegt, einerseits die Geschichte der
NS-Verbrechen zu vermitteln und andererseits zur Reflexion darüber anzuregen, wie
mit Menschen mit Behinderungen vor, während und nach der NS-Zeit umgegangen wurde
und wird.
Das Museum ist von österreichweiter
Relevanz
(...) Der Lern- und Gedenkort Schloss
Hartheim ist aufgrund der Geschichte, seiner Themensetzung, seiner Ausrichtung und
seiner Besucher:innenstruktur ein österreichisches Museum von nationaler Bedeutung.
Da die Opfer der NS-"Euthanasie" aus ganz Österreich und den benachbarten Regionen
stammten, finden Angehörige und Forscher:innen aus allen Bundesländern im Museum
und in der dortigen Dokumentationsstelle gleichermaßen fachkundige und sensibel
aufbereitete Informationen zu den Opfern. (...)
Das Museum leistet konstant exzellente Arbeit
Seit der
Eröffnung im Jahr 2003 leisten die Mitarbeiter:innen des Lern- und Gedenkorts in
Leitung, Administration, Dokumentationsstelle und Kulturvermittlung dauerhaft
exzellente Arbeit auf hohem Niveau - geprägt von großer fachlicher Expertise und
sozialer Kompetenz. Unter der umsichtigen Leitung von Florian Schwanninger und
Irene Zauner-Leitner konnten in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte
umgesetzt werden, die weniger als kurzfristige Leuchtturmprojekte, sondern vielmehr
als nachhaltige und dauerhafte Entwicklungen zu verstehen sind. (...)
Mitglieder des Museumbeirats sind:
Sibylle Dienesch (Graz Museum), Martin Hagmayr (Museum Arbeitswelt Steyr), Lisa
Noggler-Gürtler (Wien Museum, Tiroler Landesmuseen), Ümit Mares-Altinok (kultur
& gut, Wien Museum) und Hannes Sulzenbacher (Jüdisches Museum Wien)
Quelle:
Website des Bundesministeriums für Wohnen,
Kunst, Kultur, Medien und Sport, 16.10.2026