Vortrag von Thomas Hellmuth: "Gott will es!" Zum Verhältnis von Kirche, Religion und Austrofaschismus | Zeitgeschichte Museum Ebensee
Das Zeitgeschichte Museum Ebensee lädt im Herbst 2026 zur Vortragseihe "ZWISCHEN ANPASSUNG UND VERANTWORTUNG. Kirche in Österreich vom Austrofaschismus zur Nachkriegszeit" ein. Dabei kommen Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Forschungsinstitutionen zu Wort.
Mittwoch, 14. Oktober 2026, 19:00 Uhr
Univ.-Prof. Dr. Thomas Hellmuth, Universität
Wien:
"Gott will es!" Zum Verhältnis von Kirche,
Religion und Austrofaschismus
In der päpstlichen Enzyklika "Quadragesimo anno" von 1931 wurde die
"berufsständische Gesellschaft", die von Christlichsozialen als Gegenmodell zur
bürgerlich-liberalen Demokratie bereits seit der Gründung der Ersten Republik
propagiert wurde, religiös legitimiert.
Der politische Katholizismus - die Bischöfe und der andere Klerus sowie das
breitgefächerte katholische Vereinswesen - unterstützten daher den Versuch, ein
"neues Österreich" auf "berufsständischer Grundlage" zu errichten. Zunehmend gab es
aber auch in der Kirche Unzufriedenheit und Distanzierungsversuche.
> Zum Download: Gesamtprogramm (pdf)