Mehr als Werbung! Marketing für Museen - Laakirchen-Steyrermühl 2019

Berichtsband des 18. Oberösterreichischen Museumstages

Museen stehen vor der Herausforderung, sich laufend weiterzuentwickelnund auf ihre Angebote in adäquater Form hinzuweisen, werden die Gäste doch scheinbar immer anspruchsvoller und die Freizeitangebote immer vielfältiger. Durchdachte Marketingkonzepte können hilfreich sein, diesem Umstand zu begegnen, ist Marketing doch viel mehr als klassische Werbung.

Dennoch schlägt dem Marketing in Kultureinrichtungen auch Skepsis entgegen, werden damit manchmal doch ein rein ökonomisches Denken und Handeln assoziiert, das ausschließlich auf eine Steigerung der Einnahmen und der Besucherzahlen abzielt. Marketing ist aber nicht nur ein reines Instrumentarium, sondern vor allem eine besucherorientierte Denkhaltung, welche im besten Fall die gesamte Einrichtung umfasst.
So ist es für Museen wichtig, abseits schnelllebiger Trends, neue Zugänge zu ihren Sammlungen zu schaffen, eine klare kulturelle Botschaft anzubieten und auf diese Weise dem eigenen Haus auch ein eigenständiges Profil verleihen zu können. Wesentliches Ziel des Marketings ist es, in einer immer stärker differenzierten Gesellschaft das Interesse an den eigenen Angeboten zu wecken und lebendig zu halten sowie das Angebotsspektrum so zu gestalten, dass ein besucherfreundliches Museum entsteht. Deshalb spielen im Kulturmarketing nicht nur eine durchdachte PR und Kommunikationspolitik eine zentrale Rolle, vielmehr sind dabei auch ein adäquates Besucherservice und eine inspirierendeKulturvermittlung wesentlich.

Im Rahmen des 18. Oberösterreichischen Museumstages am Samstag, 19. Oktober 2019, im Österreichischen Papiermachermuseumin Laakirchen-Steyrermühl, wurden bei Referaten am Vormittag und Dialoggruppen am Nachmittag verschiedenste Aspekte des Marketings im Kulturbereich, besonders aber für Museen thematisiert. Die Idee dabei war, die Inputs der Vorträge am Vormittag in kleinerer Runde am Nachmittag eingehender zu diskutieren und anhand konkreter Beispiele aus der Museumspraxis weiter zu veranschaulichen.

Die Beiträge des Oberösterreichischen Museumstages liegen nun zum Nachlesen vor. Der Tagungsband kann beim Verbund Oberösterreichischer Museen bestellt werden.

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