26. Jän. 2023, 19:00 Uhr

Lentos Kunstmuseum Linz

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Ausstellungseröffnung: ​Jean Egger & ​Ani­ta Witek | Lentos Linz

Das Lentos Kunstmuseum Linz star­tet ins neue Museumsjahr mit den Aus­stel­lun­gen "Jean Egger. Revo­lu­tio­när der moder­nen Male­rei (1897 - 1934)" und "Ani­ta Witek. Unvor­her­seh­ba­re Ereig­nis­se". Die Eröff­nung beider Retrospektiven wird gemein­sam am 26. Jänner 2023 im Kunstmuseum gefeiert. Das Lentos-Team freut sich auf Ihre Teilnahme.

Programm:

  • Begrü­ßung und Ein­füh­rung zu Ani­ta Witek
    Hem­ma Schmutz, Direk­to­rin Lentos Kunst­mu­se­um Linz
  • Ein­füh­rung zu Jean Egger
    Bri­git­te Reutner-Doneus, Kura­to­rin
  • Gruß­wor­te
    Gil­les Pecout, Bot­schaf­ter der Repu­blik Frankreich
  • Eröff­nung
    Doris Lang-May­er­ho­fer, Kul­tur­stadt­rä­tin der Stadt Linz      

Jean Egger: Revo­lu­tio­när der moder­nen Malerei (Ausstellung 27.1. bis 7.5.2023)

Der als Hans Egger (1897-1934) geborene Kärntner Maler studierte an der Münchner Akademie der Bildenden Künste. Während eines Malaufenthaltes in Sizilien entwickelte er eine verstärkte Expressivität in seinen Bildern. In Paris, wo er ab 1924 lebte, signierte Egger seine Porträts von prominenten Persönlichkeiten nun mit Jean Egger. Die französische Presse lobte den kühnen Pinselstrich seiner Landschaftsbilder und Porträts der Lebensgefährtin Signe Wallin. 1930 stand der Ausnahmekünstler mit einer hervorragend bewerteten Soloausstellung in Paris am Höhepunkt seiner Karriere. Die letzten zwei Lebensjahre verbrachte er, gezeichnet von seiner schweren Erkrankung, auf Mallorca, wo ihn Joan Miró mehrmals besuchte. Die Befreiung der Farbe und die Radikalität der Formauflösung in seinen Bildern machen ihn zu einem der bedeutendsten österreichischen Maler der Zwischenkriegszeit.

Die Ausstellung im Lentos Kunstmuseum führt die atemberaubende Modernität des Malers vor Augen, dessen Werke die Kunst der Nachkriegsjahre bereits in den 1920er- und 1930er-Jahren vorwegnahmen.

Ani­ta Witek: Unvor­her­seh­ba­re Ereignisse (27.1. bis 16.4.2023)

Im Mittelpunkt von Anita Witeks künstlerischem Werk stehen unsere Sehgewohnheiten sowie der Wahrheitsgehalt massenmedialer Bilder und Texte, die sie ausgehend vom Medium Fotografie hinterfragt. Dabei interessiert sich die Künstlerin für jene Inhalte, die Fotografien abseits ihrer primären Sujets festhalten und die sie als Material für ihre Collagen nutzt: Räume etwa, in denen die fotografierten Szenen spielen, oder künstlerische Verfahren, die Fotograf*innen anwenden, um zu ihren Bildern zu gelangen. Ihre Arbeiten legen die versteckten ästhetischen und ideologischen Gehalte der verwendeten Vorlagen offen und machen diese zum Gegenstand eigenständiger assoziativer Bildgeschichten.

Das Lentos präsentiert Anita Witeks jüngste Arbeiten, die unter dem Einfluss der Pandemie und der damit ausgelösten gesellschaftlichen Umbruchstimmung entstanden sind. Dafür arbeitete sie mit Bildern aus historischen Magazinen, die in der Vergangenheit von möglichen Zukunftsvisionen erzählten. Aus Begriffen, die dem Zeitgeist geschuldet sind und die sich aus Recherchen in Sozialen Medien speisen - "The Motivational Speaker", "Nanobot", "Resilienz", "Astralreisen" - entwickelt sie Werktitel, die der Gegenwart entspringen. Diese sind jedoch keine bloßen Beschreibungen, sondern stellen für Witek potenzielle Eingriffe in das Bild dar, wodurch sich die Inhalte und "Wahrheiten" des Originalbildes mit fiktiven Erzählungen verbinden. Neben Fotografien zeigt Anita Witek eine raumgreifende Installation, in der sie die Besucher*innen einlädt, sich anhand zweier Portale auf "Unvorhersehbare Ereignisse" einzulassen.