08. Mai 2022 - 31. Okt. 2024

Knappenhaus Unterlaussa

Unterlaussa 13, 8934 Altenmarkt/St.Gallen

Kontakt

Tel.: +43 (0) 660/76 22 286

FUNDE ERZÄHLEN - Artefakte im Nationalpark Kalkalpen | Sonderausstellung im Knappenhaus Unterlaussa

Die Ausstellung erzählt einerseits die lange Nutzungsgeschichte (Teil 1) der Region (Holz-, Almwirtschaft, Bergbau) und andererseits ihre Entwicklung seit der Gründung des Nationalparks (Teil 3). Dazwischen platziert sind als Wendepunkt der Geschichte die Proteste (Teil 2) gegen die geplante Nutzung des Gebietes durch moderne Großprojekte.

Teil 1: Die Nutzungsgeschichte
Das Gebiet des heutigen Nationalparks war über Jahrhunderte Lebensgrundlage vieler Generationen von Holzknechten, Flößern, Köhlern, Bergknappen und Sennerinnen. Überresten mächtiger Klausbauwerke, ehemaliger Almhütten oder verlassene Bergwerksstollen zeugen von dieser Zeit. Großflächige gezeichnete Hintergrundkulissen zeigen Arbeitssituationen mit menschlichen Figuren. Weitere historische Fotos sind auf einem Durchlaufbildschirm an der Rückseite des "Keils" zu sehen.
Nach der Schließung der Bergwerke (Bauxitbergbau 1964), der Waldbahn (1971), dem Rückgang der Almwirtschaft in den 1960er Jahren und der zunehmenden Technisierung in der Forstwirtschaft kehrte in das größte Waldgebiet der Ostalpen Ruhe ein. In den folgenden Jahren eroberte die Natur die ehemalig genutzten Flächen zurück.

Teil 2: Proteste gegen moderne Großprojekte
Geplante Großerschließungsprojekte im 20. Jahrhundert wie Kanonenschießplatz, Speicherkraftwerke und jüngst Windkraftanlagen konnten mit großem Widerstand und Einsatz der heimischen Bevölkerung und engagierter Alpinvereine erfolgreich abgewehrt werden. Die Unterschutzstellung des Gebietes wurde gefordert und in der Folge der Nationalpark Kalkalpen gegründet.
Während im ersten Teil der Ausstellung die verschiedenen Beige- und Brauntöne der Hintergrundkulissen und die Materialfarben der ausgestellten Objekte - Holz, Leder, Metall bzw. Rost dominieren, kehren nun - am "Wendepunkt" der Ausstellung - in der Darstellung der "Baustellenbesetzung" Farben ein.

Teil 3: Nationalpark Kalkalpen - Rückkehr der Wildnis
Seit der Gründung des Nationalparks im Jahr 1997 entwickelt sich das Gebiet im Reichraminger Hintergebirge und Sengsengebirge zur letzten großen Waldwildnis Österreichs mit einer enormen Artenvielfalt. Eine Erfolgsgeschichte, die 2017 mit der Auszeichnung der UNESCO zum ersten Weltnaturerbe Österreichs gekrönt wurde.
Lebensgroße Figuren- diesmal von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Nationalparks - begleiten die Besucher. In die rückwärtige Basis des Keils ist wie bei Keil 1 ein Bildschirm eingebaut. Hier sind Schnappschüsse und Filme von Wildkameras zu sehen. An der linken Seitenwand wird das "Tagebuch der Wildnis" präsentiert, das chronologisch und reich bebildert die "Rückkehr der Wildnis" anhand entsprechender Beobachtungen dokumentiert.

Die Ausstellung ist voraussichtlich von 2022 bis 2024 im Knappenhaus Unterlaussa zu besichtigen.

Weitere Informationen siehe: https://www.kalkalpen.at/de/Kontakt_Service/Wanderausstellung

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