27. Jän. 2022, 10:00 Uhr - 27. Mai 2022, 11:30 Uhr

Lentos Kunstmuseum Linz

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Eröffnung der Sonderausstellung: Friedl Dicker-Brandeis. Bauhaus-Schülerin, Avantgarde-Malerin, Kunstpädagogin | Lentos Kunstmuseum Linz

Zur Eröffnung der Sonderausstellung "Friedl Dicker-Brandeis" wird am 27. Jänner herzlich eingeladen.

Programm
Begrüßung | Hemma Schmutz (Lentos Direktorin)
Einführung |  Brigitte Reutner-Doneus (Kuratorin)
offizielle Eröffnung | Doris Lang-Mayerhofer (Kulturstadträtin der Stadt Linz).

Aufgrund der aktuellen Covid-19-Veranstaltungsbedingungen kann leider nur eine begrenzte Personenanzahl an der Eröffnung teilnehmen. Die Teilnahme ist daher nur bei Anmeldung unter info(kwfat)lentos(kwfdot)at oder 0732 7070 3601 möglich (first-come, first-served; 2G-Nachweis). Wir bitten um Verständnis und freuen uns auf Ihr Kommen.

Zur Ausstellung
Friedl Dicker-Brandeis (geb. 1898) studierte zunächst in Wien bei Franz Cižek und ab 1919 am renommierten Weimarer Bauhaus. Johannes Itten, Paul Klee und Wassily Kandinsky zählten dort zu ihren wichtigsten Lehrern. Ab 1923 betrieb sie mit ihrem Bauhaus-Kollegen Franz Singer ein Atelier für Innenraumdesign in Berlin, später in Wien.

Für ihre Hinwendung zur Malerei blieben der Künstlerin kaum 25 Jahre. In dieser knappen Zeitspanne setzte sie politisch motivierte Bilder, Porträts und Landschaften im Stil der Neuen Sachlichkeit um. Die dramatischen Lebensumstände der rassistischen Verfolgung steckten ab der Mitte der 1930er-Jahre den Rahmen für ihr weiteres künstlerisches Schaffen ab. Gemeinsam mit ihrem Mann Pavel Brandeis wurde sie 1942 nach Theresienstadt deportiert. Kinderzeichnungen aus dem Ghetto dokumentieren Friedl Dicker-Brandeis' Rolle als Kunstpädagogin.

Die Ausstellung bietet einen Überblick über das vielseitige Schaffen der Künstlerin und präsentiert neben Zeichnungen und Gemälden auch Fotocollagen, Filmausschnitte, Webmuster sowie Möbel- und Architekturentwürfe. Anregende Bildvergleiche heben erstmals Friedl Dicker-Brandeis' besonderen Stellenwert innerhalb der europäischen Avantgardekunst hervor. In bewegenden Filmdokumente berichten Zeitgenoss*innen über das tragische Leben der Künstlerin, die im Oktober 1944 - wie viele der von ihr unterrichteten Kinder - als Opfer des Holocausts im KZ Auschwitz ermordet wurde.

Dauer der Ausstellung: 28. Jänner bis 29. Mai 2022

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