27. März 2021 - 20. Juni 2021

Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt

Schlosshof 2, 4240 Freistadt

Kontakt

Tel.: +43 (0) 7942/72 274

Brennen für das Leben. Täufergeschichte in Österreich | Sonderausstellung im Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt

Durch verschiedene Missstände in der katholischen Kirche haben sich viele Menschen von der Kirche abgewandt. Der Reformation entstammen drei Flügel: die Lutheraner, die Reformierten und die Täufer.
Die Täufer galten als radikale Reformatoren und verpflichteten sich zu einer außergewöhnlichen Friedfertigkeit. Wie in der Bergpredigt vorgeschrieben, verweigerten sie den Kriegsdienst, übernahmen keine politischen Ämter, die ja mit Gewaltausübung verbunden waren, trugen das Kreuz der Verfolgung und verzichteten auf Gegenwehr und Rache. Wichtige Eckpunkte waren die Trennung von Kirche und Staat, die Glaubenstaufe sowie die Gewissensfreiheit.
In der Ausstellung wird die Täuferbewegung in Freistadt näher beschrieben, welche auf Hans Schlaffer sowie Hans Hut zurückzuführen ist. Hans Schlaffer wurde 1511 röm. kath. Priester. Als er mit der Lehre Luthers konfrontiert wurde, begann er, das reine Evangelium zu predigen. Im Jahre 1526 gab er sein Priestertum auf. Er wurde 1526-1527 Prediger des protestantischen Baron von Zelking auf dessen Schloss Weinberg. Nach seiner Tätigkeit in Mähren und Freistadt kam Schlaffer nach Schwaz in Tirol, wo er verhaftet und am 4. Februar 1528 hingerichtet wurde.
Großen Einfluss auf die Täufer in Freistadt hatte auch Hans Hut. Er war auch in Nikolsburg und zog dann u.a. über Wien, Krems, Steyr nach Linz. Er wirkte aber auch in Freistadt und Gallneukirchen.

Die Täufergemeinde Freistadt war im Jahr 1527 mit mit 10 bis 14 Personen ausgewiesen, wuchs aber rasant (Frauen und Kinder nicht mitgerechnet). Nicht alle Täufer kamen aus Freistadt, viele stammten aus den umliegenden Gemeinden. Jene, die nicht zum röm.-kath. Glauben konvertierten, wurden zum Tode verurteilt. In der Chronik ist von zehn Märtyrern die Rede.

Nähere Informationen unter www.taeufergeschichte.at sowie unter www.museum-freistadt.at

Eine Ausstellung des Vereins für Täufergeschichte in Österreich
Ausstellungsdauer: 27. März bis 20. Juni 2021

Zudem besteht die Möglichkeit die Ausstellung "Stationen einer märchenhaften Stadt" noch bis 30. Mai zu besichtigen.

Hinweise zum Besuch des Museums (COVID-19-Schutzmaßnahmen für die Museen, Vers. 17, 17. März 2021):
Einzelbesuche sind mit Tragen einer FFP-2 Schutzmaske und unter Einhaltung der Abstandsregeln möglich.
Veranstaltungen und Führungen sind momentan grundsätzlich nicht erlaubt, jedoch gibt es die Möglichkeit, Veranstaltungen im Rahmen der außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit anzubieten: Vermittlungsprogramme (keine bloßen Führungen!) dürfen für max. 10 Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr angeboten werden, diese können aus unterschiedlichen Haushalten stammen oder im Verband kommen, jedoch ist bei der Durchführung in geschlossenen Räumen ein negatives Testergebnis nötig sowie das Tragen einer FFP-2 Maske.

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