11. Nov. 2020 - 27. Mai 2021

OÖ. Literaturmuseum im StifterHaus

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"Beim Schreiben werde ich mir fremd." Eugenie Kain (1960-2010) | Sonderausstellung im StifterHaus

Eugenie Kain war eine "Geschichtenerzählerin", wie eine Figur in ihrem Roman Atemnot (2001) genannt wird. Sie hält fest, kartographiert und leiht Figuren eine Stimme, die "aus der falschen Ecke der Stadt" kommen, wobei mit Stadt bei ihr meistens Linz gemeint ist und die Figuren, die solcherart beschrieben werden, sind Figuren aus den Randzonen von Linz, aus der ganz normalen Arbeitswelt, von dort, wo die Stadt ausfranst, wo sich Schienenstränge, Autobahnausfahrten und Industriegebiete kreuzen.

Das Gehen ist bei ihr "ganz wichtig", und "dass etwas in den Fluss" kommt. Nur so kann auch sie in den "Schreibfluss" gelangen. Und so ist ihr Schreiben immer auch grundiert von der Donau, als dem Fluss ihrer Zentral- und Lieblingsstadt Linz.

Schreiben ist aber ein vielgestaltiger Prozess und Eugenie Kain hat sowohl das journalistische als auch das literarische Schreiben in ihrer Person vereint. Als Journalistin hat sie Zeitungen und Zeitschriften wie die Volksstimme, Salto, den hillinger oder die Versorgerin geprägt. Ihr Schreiben war von Anfang an ein engagiertes Schreiben.

Das literarische Werk Eugenie Kains hat in der Kritik schon früh positive Rezeption erfahren. Für ihre frühe Erzählung Endstation Naßzone erhielt sie 1982 den Max-von-der-Grün-Preis für Literatur zur Arbeitswelt. Die Kritik lobt an ihr die Eigenständigkeit ihres Denkens und die Genauigkeit ihrer Beobachtungen und sprachlichen Mittel.

Dabei ist Eugenie Kain immer bodenständig geblieben. Sie hat ihre Wurzeln nie verleugnet und gerade diese Wurzeln haben sie zu einer eigenständigen Schriftstellerin gemacht, die nicht geschrieben hat wie, die nicht anders geschrieben hat als, sondern die einfach weitergeschrieben hat.
(gekürzter Pressetext nach: Nicole Streitler-Kastberger, Kuratorin)

Werbekarte zur Ausstellung "Beim Schreiben werde ich mir fremd." Eugenie Kain (1960-2010) zum Download:

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