01. Dez. 2019 - 29. Feb. 2020

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Mythos Traunstein - Die Ausstellung zum Berg | K-Hof Museen Gmunden

Mythos Traunstein - Die Ausstellung zum Berg. Bergdramen - Geheimnisse - Alpingeschichte

Erleben Sie den Mythos Traunstein und die packende Historie der Gmundner Bergrettung

Erleben Sie den Mythos Traunstein
Faszinierend, mächtig, schicksalsträchtig: Der Traunstein. Jeder kennt seinen Namen, doch wer kennt den Berg?
Viele hat er in seinen Bann gezogen, Hunderttausende haben ihn schon bestiegen, mehr als einhundertdreißig sind nicht mehr lebend ins Tal zurückgekehrt.
Triumph und Tränen, Licht und Schatten, Freud und Leid, Schroffheit und Anmut, Tod und Leben, Tag und Nacht. Gegensätze, die dieser Berg verkörpert wie kaum ein anderer. Begeben Sie sich mit uns auf eine alpine Zeitreise und erleben Sie den Mythos Traunstein.

Erstbesteigung und erste Abstürze
Wer das Gipfelerlebnis als Allererster genießen konnte, ist nicht gesichert. Es dürfte wohl ein einheimischer Gämsenjäger gewesen sein.
Die erste dokumentierte Besteigung gelang Kaiser Maximilian I., welcher am 14. November 1506 gemeinsam mit Jägern und Adeligen auf dem Gipfel stand. Der erste tödliche Absturz hat sich am 15. August 1898 ereignet, viele weitere tragische Alpinunfälle sind zwischenzeitig passiert. 1920 wurde die Gmundner Bergrettung gegründet. Im gleichen Jahr stürzte erstmals eine Frau am Hernlersteig in den Tod. Den Original-Einsatzbericht sehen Sie hier in der Ausstellung.

Historische Ausrüstung und Rettungsgeräte, Fotos, Fundstücke dramatischer Bergungen, alte Karten, Dokumente und alpine Unikate lassen erahnen, wie schwierig die Einsätze waren.

Lawinen und Selbstmorde
Der Traunstein wird seit mehr als 100 Jahren zu jeder Jahreszeit bestiegen. Sehr häufig werden die Schneeverhältnisse falsch eingeschätzt und haben sich auch im Winter zahlreiche schwere Unfälle ereignet.

Bereits 1919 wurde ein Gämsenjäger von einer Lawine verschüttet, im Jahr 1962 wurden drei Gmundner Bergretter beim Aufstieg zur Weihnachtsfeier von einem Schneebrett in den Tod gerissen.

Die gigantische Weitläufigkeit, Abgeschiedenheit und besondere Charakteristik des Wächters des Salzkammergutes trägt dazu bei, dass Verzweifelte ihn oftmals auserkoren haben, um aus dem Leben zu scheiden.

Besonders spektakulär war ein Selbstmord im Jahr 1967. Ein Verzweifelter schied in der Gmundner Hütte aus dem Leben, indem er keine Nahrung mehr zu sich nahm und verhungerte. Auch diese tragischen Ereignisse sind in der Ausstellung dokumentiert.

Wettlauf gegen die Zeit
Die Unfallstatistik am Traunstein spricht Bände: Mehr als 130 Tote und jedes Jahr unzählige Einsätze. Wenn wir Bergretter alarmiert werden, zählt buchstäblich jede Sekunde.

Besonders bei Einsätzen in der Nacht und bei Schlechtwetter sind wir gefordert, da der Hubschrauber nicht fliegen kann. Perfektes Teamwork und absolutes Vertrauen haben hier höchste Priorität.

Da eine rasche Hilfe lebensrettend ist, gilt der Helikopter als das optimale Bergegerät - der Arzt wird zum Patienten geflogen und kann vor Ort Erste Hilfe leisten.

Der Traunstein stellt auch für Piloten immer wieder eine fliegerische Herausforderung dar.

Wir Bergretter sorgen für rasche und kompetente Hilfe in alpinen Notsituationen. Diese Ausstellung soll Ihnen einen Einblick in unsere Tätigkeit geben.

Fotos: Christoph Mizelli

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