04. Mai 2019 - 27. Okt. 2019

Museum im Dorf Molln

Im Dorf 1, 4591 Molln

Kontakt

Tel.: 0660/2091948

Barrierefreier Museumsbesuch

Bauliche Barrierefreiheit

100 Jahre Wildererdrama von Molln

Am 14. März ereignete sich in Molln ein blutiges Drama, dem mehrere Wilderer zum Opfer fielen. Hunger, soziale Ungerechtigkeit und Hass auf die adelige Herrschaft führten seit Ende des 1. Weltkrieges vermehrt zu heimlichen Abschüssen von Wild. In immer größeren Gruppen durchstreiften die Wilderer die Wälder, handelten sogar mit dem gewilderten Fleisch und wurden immer frecher, sodass ihnen die Jäger möglichst aus dem Weg gingen. Diese Entwicklung führte im Oktober 1918 zur Ermordung eines Försters, die nie aufgeklärt werden konnte. Im darauffolgenden Jänner wurde dann ein Wilderer erschossen, woraufhin die Situation endgültig eskalierte und letzten Endes im Wildererdrama von Molln mündete. Der Versuch der Gendarmerie mehrere Wilderer in einem Mollner Gasthaus festzunehmen führte zu einer Schießerei und kostete mehreren Wilderern das Leben. Noch in derselben Nacht wurde ein weiterer Wilderer unter mysteriösen Umständen in seinem Haus ermordet. Über diese Vorfälle gab es nie eine Gerichtsverhandlung.  
Bis heute ranken sich Legenden um die "Helden der kleinen Leute", genährt auch durch das brutale Vorgehen der Behörden gegen die Wilderer.

Diesem blutigen Ereignis vor dem Hintergrund der Nachkriegswirren widmet das Museum im Dorf Molln in der Museumssaison 2019 eine eigene Sonderausstellung.
Zur Saisoneröffnung wird am Samstag, 4. Mai 2019 um 16:00 Uhr mit einem Vortrag von Prof. Dr. Roland Girtler zum Thema "Kampf zwischen Wilderern und der Obrigkeit" geladen.

Wir verwenden Cookies, um diese Webseite zu betreiben und ihre Benutzerfreundlichkeit zu verbessern.
Akzeptieren und Fortfahren