OÖ MUSEUMSSOMMER 2020 - Auf Sommerfrische ins Museum!

Auf Sommerfrische ins Museum: Nach der Corona-bedingten Pause haben nun auch die letzten Museen durchgestartet und rechtzeitig zum Beginn der Sommerferien ihre Pforten für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Heuer sind alle eingeladen, ihren Urlaub in heimatlichen Gefilden zu verbringen - und den Blick auf das "Besondere im Eigenen" zu lenken. In diesem Sinne laden auch Oberösterreichs Museen ihre Besucherinnen und Besucher ein, die regionale Museumslandschaft neu für sich zu entdecken und in ihren Häusern in die Geschichte und Kultur Oberösterreichs einzutauchen.

Unter dem Motto "OÖ Museumssommer 2020 - Auf Sommerfrische ins Museum!" haben wir für Sie eine Reihe von Museumstipps vorbereitet. Etwa alle zwei Wochen stellen wir jeweils ein neues Museumsthema vor, das Anregungen für spannende Museumsbesuche liefert. Lassen Sie sich von unseren Ideen inspirieren oder stöbern Sie in unserem Museumsportal, um abwechslungsreiche Kulturangebote und Ausflugsziele für Sie, ihre Freunde und Familie zu finden.


Als nächstes präsentieren wir ab 4. August 2020 Infos & Museumstipps zum Thema "Am rauschenden Bach..."

HAUS & HOF - Oberösterreichs Bauern- und Freilichtmuseen

Oberösterreichs Freilichtmuseen verbinden Kultur und Natur in einzigartiger Weise: Eine oberösterreichische Besonderheit ist, dass hier die denkmalgeschützten Gebäude nicht abgebaut und auf einem Museumsareal wieder aufgebaut wurden, sondern dass die einzelnen Gebäude am angestammten Ort verblieben sind und somit in ihrer ursprünglichen Umgebung erhalten wurden. Hier erfährt man Wissenswertes über landschaftstypische Bauweisen und über das Leben und Arbeiten am Land in vorindustrieller Zeit. So kann man beispielsweise im Aignerhaus in St. Georgen im Attergau, im Freilichtmuseum Pelmberg, im Mondseer Rauchhaus, im Innviertler Freilichtmuseum Brunnbauerhof oder im Sumerauerhof in St. Florian in den bäuerlichen Alltag vergangener Zeiten eintauchen.

Zu Besuch im Mühlviertel…
In typischer Steinbloß-Bauweise präsentieren sich im Mühlviertel das Freilichtmuseum Pelmberg in Hellmonsödt und der Großdöllnerhof im Naturpark Rechberg. Beide Museen bieten wunderbare landschaftliche Ausblicke und laden ein, bei kleinen Wanderungen auch die Umgebung zu erkunden. Die Gebäudeensembles mit strohgedeckten Dächern, gestampften Lehmböden, einfachen Einrichtungsgegenständen und heute kaum mehr bekannten landwirtschaftlichen Geräten lassen den harten Alltag des bäuerlichen Lebens der damaligen Zeit leibhaft erahnen. Eine ganz besondere Faszination ist an diesen Orten spürbar, die ihre Besucherinnen und Besucher in eine andere Zeit versetzen.

In Auberg im Bezirk Rohrbach befindet sich der Denkmalhof Unterkagerer - eingebettet in die sanfte Mühlviertler Hügellandschaft. Die Besonderheit des Obermühlviertler Vierseithofes liegt in seiner baulichen Einmaligkeit, die heute noch so besteht wie vor 300 Jahren. Seit 10. Juli werden hier auf Anfrage wieder Führungen für Kleingruppen angeboten und auch das beliebte Kurs- und Seminarprogramm wurde wieder gestartet: Neben Kursen für Naturkosmetik und für Sensenmähen und Dengeln im August, wird am 13. September 2020 unter dem Motto "Entschleunigung von Mensch und Landschaft" zur 24. Unterkagerer "Sunnseitn" geladen.

Ein weiteres Beispiel im Bezirk Perg stellt das Keltendorf Mitterkirchen dar, das seine Besucherinnen und Besucher einlädt, eine noch fernere Vergangenheit zu erkunden: Das Keltendorf Mitterkirchen besteht aus rund 20 der Hallstattzeit nachempfundenen Gebäuden und bietet Einblick in das Leben wie vor 2700 Jahren. Etwas Besonderes sind die Familientage im Keltendorf, bei denen sich Besucherinnen und Besucher selbst in historischen Techniken versuchen können: Am 26. Juli wird hier beispielsweise zu einem Familiennachmittag unter dem Schwerpunkt Schmuckherstellung geladen.

Rund um Linz und Innviertel: groß & mächtig
Imposant präsentiert sich der mächtige Sumerauerhof in Samesleiten bei St. Florian - ein Vierkanthof von riesigen Ausmaßen und einst Meierhof des Stiftes St. Florian, dessen heutige Form auf das 17. Jahrhundert zurückgeht. Der Sumerauerhof beherbergt eine einzigartige Sammlung an historischen Bauernmöbeln, er bietet Einblick in die Lebens- und Arbeitswelt und in die Wohnverhältnisse wohlhabender Bauern. Die Sonderausstellung des letzten Jahres "Zeitensprünge. Jugend Einst & Jetzt" wurde verlängert und kann noch bis 31. Oktober 2020 besichtigt werden.

Ein anschauliches Beispiel für einen typischen Innviertler Vierseithof können wir in Andorf besichtigen: Das Innviertler Freilichtmuseum Brunnbauerhof besteht aus einem Wohnhaus in Holzblockbauweise, zwei Stallgebäuden in Massivbauweise und einer nach alter Zimmermannsstatik errichteten Scheune. Das denkmalgeschützte Ensemble wird durch eine Hauskapelle, den Fischweiher und das Backhaus ergänzt. Traditionelle Veranstaltungen wie der Leonhardiritt, der Martinimarkt oder auch musikalische Stammtische und verschiedene Brauchtums- und Kulturveranstaltungen bereichern das kulturelle Leben in Andorf auf besondere Weise. Der engagierte Museumsverein, der hinter allem steht, macht den Brunnbauerhof zu einer lebendigen Begegnungsstätte für alle Generationen. Besonders zu erwähnen sind dabei tolle Kinderprogramme, die zu verschiedenen Anlässen angeboten werden. Der Brunnbauerhof ist an Sonntagen jeweils von 14:00 bis 17:00 Uhr für Besucherinnen und Besucher geöffnet.

Landwirtschaft im Salzkammergut
In Mondsee stellt das Bauern- und Freilichtmuseum die heutige Agrarwirtschaft der historischen Landwirtschaft gegenüber: Während das Bauernmuseum Mondseeland eine Interpretation eines modernen landwirtschaftlichen Gebäudes darstellt und über verschiedene landwirtschaftliche Themen informiert, repräsentiert das Ensemble des Mondseer Rauchhauses die früher im Mondseeland verbreitete Gehöftform eines Mittertennhofes samt seinen Nebengebäuden. Da bei dieser Hausform kein Rauchfang vorhanden war, zog der Rauch frei durch das Dach ab und trocknete das im  Obergeschoß gelagerte Getreide. Die Einrichtung und Ausstattung des Rauchhauses zeugt von dem arbeitsreichen, einfachen und bescheidenen Leben der Bauern im Mondseeland.

Das Aignerhaus in St. Georgen im Attergau stellt eine typische Kleinlandwirtschaft für die Attergauregion dar. Die Besonderheit eines Mittertenn-Einhauses ist, dass alle wichtigen Einrichtungen unter einem Dach untergebracht sind: Getrennt durch die Tenne befinden sich im vorderen Teil die Wohnräume und im hinteren Teil die Stall- und Wirtschaftsräume. In den Sommermonaten findet jeden Mittwoch um 9:30 Uhr eine Führung durch das Aignerhaus statt. Als Tipp für Familien ist zu erwähnen, dass es im Aignerhaus Nachbauten historischer Kegelspiele gibt, die hier auch ausprobiert werden dürfen.

Als besonders lebendiges Museum präsentiert sich auch das Freilichtmuseum Stehrerhof in Neukirchen an der Vöckla: Zahlreiche Brauchtumsveranstaltungen, Handwerksmärkte und Volksmusikabende finden hier normalweise jedes Jahr statt. Heuer musste das Frühjahrsprogramm leider ausfallen, jedoch werden bis Ende Oktober wieder jeden Mittwoch von 11:00 bis 13:00 Uhr die beliebten Stehrerhofkrapfen gebacken. In den Sommerferien lädt das Museum an mehreren Terminen zum Kinderprogramm "Spiel und Spaß im Kräutergarten" ein und auch die "Druschwoche am Stehrerhof" kann voraussichtlich stattfinden. In dieser Woche vom 19. bis 27. September 2020 kann man am Stehrerhof Dampfmaschindreschen, Pferdegöpelfahren, Handdreschen, bäuerliches Handwerk und vieles mehr wie anno dazumal erleben.

> Wir bitten Sie, bei Ihrem Museumsbesuch folgende Hygiene- und Abstandsregeln zum Schutz aller einzuhalten.
Ab 9. Juli 2020 muss in Oberösterreich in den Innenräumen von Museen generell wieder einen Mund-Nasen-Schutz getragen werden, im Freien nur, wenn der Mindestabstand von 1 m nicht eingehalten werden kann:

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