Josef Wieser | Österreichisches Sattlermuseum

Museum persönlich

Josef Wieser aus Hofkirchen im Traunkreis gründete 2005 aus einer kleinen Sammlung von Objekten aus dem Familienbesitz das Österreichische Sattlermuseum.

Wie bin ich zur Museumsarbeit gekommen?
Das ist eine verrückte Geschichte. Acht Generationen vor mir erlernten das Sattlerhandwerk und ließen mich staunend über diese Konstante in der Familiengeschichte zurückschauen. Im Jahre 2005 habe ich die damals kleine Sammlung von Objekten aus Familienbesitz dem damaligen Geschäftsführer des Verbundes Oberösterreichischer Nuseen, Herrn Thomas Jerger, gezeigt. Er hat mich motiviert mit der Sammlung weiter zu machen. Heute beherbergt das Sattlermuseum ca. 3500 Objekte zum Sattlerhandwerk.

In welchem/n speziellen Bereich/en des Museums bin ich tätig?
Durch den unerwarteten Zuwachs an Mitarbeitern kann ich mich seit kurzem wieder mehr der Zukunft unseres Museums widmen.  Neben der Gesamtorganisation mit meinem Stellvertreter führe ich die Geschicke in der Veranstaltungsorganisation, die Betreuung von Projekten mit Kooperationspartnern oder widme mich leidenschaftlich den Besuchern bei Führungen.

Was macht für mich die Faszination der Museumsarbeit aus?
Fasziniert bin ich vor allem von meinen Mitarbeitern, die ehrenamtlich und unentgeltlich ihre wertvolle Zeit zur Verfügung stellen - ein unschätzbares Vermögen in der Museumsarbeit. Daneben sind es die vielen unterschiedlichsten Menschen, denen ich begegnen durfte und darf. Ganz wichtiger Anreiz ist für mich, unserer Wegwerf-Unkultur eine Kultur des Bewahrens und des Sich-Erinnern-Könnens entgegen zu setzen.

Was war für mich das bisher schönste Erlebnis in "meinem" Museum?
Wenn wir im Vorstand spürbar an einem Strang ziehen, versetzt mich das schon immer wieder in freudiges Erstaunen. Oder, wenn wir im Team kleinere und größere "Erfolge" erzielen, wie eine gelungene Veranstaltung. Darüber hinaus erfreuen mich die vielen Lebensgeschichten von Besuchern, die ich immer wieder zu hören bekomme und in denen eine längst vergangene Zeit plötzlich lebendig wird.
Das allerschönste Erlebnis war wohl die gelungene 10-Jahres-Feier des Museums im Jahre 2015 mit mehr als fünfhundert Besuchern.

Das wünsche ich mir für die Zukunft der Museumslandschaft allgemein  und "meines" Museums im Speziellen:
Für die Museen wünsche ich mir, dass die Politik, die Kommunen, der Verbund Oberösterreichischer Museen (der tut es eh schon!) alle Hebel in Bewegung setzen, damit alle Museen passende Rahmenbedingungen zur Verfügung gestellt und deswegen gut geführt werden können. Weiters ist mir die Weiterentwicklung der Museen zu besonders attraktiven Bildungsstätten ein großes Anliegen. Dazu ist die Anstrengung aller in den Museen Tätigen gefordert. Ich wünsche, dass allen, auch uns, die Kraft, Inspiration und Motivation dazu in vielfältigster Form gegeben wird. Mein größter Wunsch für "unser" Museum ist eine geregelte Übergabe im Jahre 2021 an eine neue, junge Generation von Vorstandsmitgliedern.

Josef Wieser, August 2019

www.sattlermuseum.at | www.ooemuseen.at

Österreichisches Sattlermuseum

Ipfmühlstraße 15, 4492 Hofkirchen im Traunkreis
Tel.: 0699/10668323
Wir verwenden Cookies, um diese Webseite zu betreiben und ihre Benutzerfreundlichkeit zu verbessern.
Akzeptieren und Fortfahren